Mein Weg – von „anders sein“ zu meiner Berufung
Schon als Kind hatte ich oft das Gefühl, irgendwie anders zu sein. Ich nahm vieles intensiv wahr, hinterfragte Dinge und konnte Situationen oder Menschen häufig schnell erfassen. Gleichzeitig wusste ich lange nicht, wie ich mit dieser ausgeprägten Sensibilität umgehen sollte.
Gerade in der Arbeitswelt fiel es mir schwer, mit den Erwartungen und Vorstellungen zurechtzukommen, die an mich gestellt wurden. Wenn mir etwas nicht so leichtfiel wie anderen, fragte ich mich, ob mit mir etwas nicht stimmte. Ich verstand lange nicht, warum ich manche Dinge anders wahrnahm und warum mein eigener Rhythmus nicht immer zu dem passte, was von mir erwartet wurde.
Schon als Kind hatte ich das Gefühl, dass es die Arbeit, für die ich wirklich bestimmt war, noch gar nicht gab.
Heute sehe ich vieles davon mit anderen Augen. Was ich früher oft nicht einordnen konnte, ist zu einem wichtigen Teil meiner Persönlichkeit geworden. Meine Sensibilität, mein feines Gespür und meine Intuition prägen die Art, wie ich Menschen begegne und begleite.
Vielleicht ist gerade deshalb der Wunsch in mir so groß, Kindern und Erwachsenen einen Raum zu ermöglichen, in dem sie sich nicht verstellen müssen. Einen Raum, in dem sie sich angenommen fühlen, Fragen stellen dürfen und erleben können: